Reise Suche

Westpreußische Kleinbahn Bahnreisen


Weiter zur Zugbeschreibung
Leider konnten wir keine Reiseangebote für Ihre Suche finden
Keine Ergebnisse gefunden
¯u³awska Kolej Dojazdowa werden heute die Schmalspurbahnen in der Spurweite von 750 mm südöstlich von Danzig (heute: Gdañsk) genannt.
 
Ursprünglich von den Westpreußischen Kleinbahnen AG errichtet, erreichte das Netz einst eine Länge von mehr als 300 Kilometern im Mündungsgebiet der Weichsel zwischen Danzig, Tiegenhof (heute: Nowy Dwór Gdañski) und Stutthof (heute: Sztutowo).

Die Strecken durchzogen das Mündungsgebiet der Weichsel in der damaligen preußischen Provinz Westpreußen, das nur von wenigen Staatsbahnstrecken erschlossen worden war

Die Polnische Staatsbahn PKP betrieb nach 1945 fast alle Strecken als Gdañska Kolej Dojazdowa weiter, doch bereits 1956 wurde der Trajektbetrieb über die Weichsel eingestellt und somit das Netz geteilt. 1971 wurde der Personenverkehr auf der geteilten Strecke Koszwaly (Gottswalde)–Stegna (Steegen) eingestellt, zum 1. Januar 1974 folgte der Restbetrieb auf der linken Seite der Weichsel.

Auf dem Teilnetz rechts der Weichsel endete 1968 der Personenverkehr auf der Querverbindung Lichnowy (Groß Lichtenau)–Nowy Staw (Neuteich)–Lipinka (Lindenau).

Die Strecke an der Ostseeküste von Mikoszewo (Nickelswalde, Rechtes Weichselufer) über Stegna (Steegen) nach Sztutowo (Stutthof) diente zunehmend dem Touristenverkehr zu den Stränden der Danziger Bucht, der Verkehr nach Mikoszewo wurde 1978 und bis zum Weichselufer (Bahnhof Prawy Brzeg Wis³y) 1980 wieder aufgenommen.

Ab den 70er Jahren setzte die PKP auf den verbliebenen Strecken vermehrt Diesellokomotiven des rumänischen Typs Lxd2 ein. 1986 beschaffte die PKP neue Schmalspurtriebwagen der Baureihe MBxd2 aus Rumänien, die vor allem im Verkehr in Richtung Sztutowo Verwendung fanden. Die Reisezüge zwischen Prawy Brzeg Wis³y (heute als „Mikoszewo Ujœcie Wis³y“ bezeichnet) und Stegna wurden dagegen vorzugsweise mit lokomotivbespannten Zügen gefahren.

Auch in den 80er Jahren wurde der Güterverkehr zum Teil noch mit den alten schmalspurigen Güterwagen der Kleinbahn-Zeit bewältigt. Im Reisezugverkehr kamen von PaFaWag in den 50er Jahren gelieferte Personenwagen zum Einsatz.

1988 begann dann der Niedergang des Restnetzes mit der Einstellung des Personenverkehrs auf der südlichen Verbindung Lisewo (Liessau)–Malbork Ka³dowo (Kalthof). 1992 wurde der Personenverkehr nach Prawy Brzeg Wis³y wieder eingestellt, 1993 endete der Personenverkehr zwischen Malbork Ka³dowo und Nowy Dwór (Tiegenhof). Somit verblieb der Personenverkehr nur noch auf der Strecke Lisewo–Nowy Dwór–Stegna–Stutowo, er endete 1996. Im November 1996 wurde dann auch der Güterverkehr eingestellt und das Bahnnetz stillgelegt, aber nicht abgebaut.

Neue Perspektiven als Touristenbahn 
Mit der Übergabe der noch vorhandenen Schmalspurstrecken an die Immobilienverwaltung der PKP 2001 bestand die Möglichkeit der Übernahme durch die Kommunen. Der touristisch nutzbare Bereich um Nowy Dwór wurde vom Landkreis Nowy Dwór übernommen. im Sommer 2003 wurde der Saisonverkehr auf den Strecken Prawy Brzeg Wis³y–Stegna–Sztutowo und Nowy Dwór–Stegna durch den Verein PTMK¯ (Pomorskie Towarzystwo Mi³oœników Kolei ¯elaznych) aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt wurde für die Bahn die Bezeichnung „¯u³awska Kolej Dojazdowa“ verwendet. 2006 kam es zu Streitigkeiten zwischen Verein und Landkreis, woraufhin ein neuer Verein, die Stowarzyszenie ¯u³awskiej Kolei Dojazdowej, den Betrieb übernahm.