Reisen mit dem Glacier Express
Eine komplette Uebersicht aller Glacier-Express-Reisen erhalten Sie auf unserer
Internetseite
Glacier-Express:
Mit den berühmten Schweizer Gebirgsbahnen von St. Moritz nach Zermatt oder umgekehrt,
vom Piz Bernina zum Matterhorn. Eine 7 1/2- Stunden-Bahnfahrt über 291 Brücken,
durch 91 Tunnels, über den 2033 m hohen Oberalppass. Eine Panoramafahrt durch
die Hochalpen im Herzen der Schweiz.
Glacier Express – der schönste Reiseweg zwischen den Sehenswürdigkeiten in der Ferienstube Graubünden,
der Zentralschweiz mit dem Vierwaldstättersee und Luzern, dem sonnigen Wallis
mit seiner Gletscherwelt und den südlich angrenzenden Regionen. Ein komfortabler
Zug führt durch ein Stück reine Natur mit würzigen und urigen Bergwäldern, stillen
Alpweiden, rauschenden Bergbächen, durch traditionsreiche Bergtäler mit Jahrhunderte
alter Kultur.
Die Sitzplatz Reservation im Glacier Express ist obligatorisch und kostenpflichtig.
Auf der Originalstrecke und auf den Teilstrecken wird ein Zuschlag erhoben, der,
wie die Platzreservierung, In den ausgeschrieben Reisearrangements natürlich enthalten
ist.
.
Im Frühjahr 2006 wurden neues Rollmaterial für den Glacier-Express in Dienst
gestellt: Premium-Panoramawagen.
In den Premiumzügen wird seitdem das im voraus zu bestellende Mittagsmenü am
Platz serviert. Es handelt sich um ein 3-Gang-Menü.
Das Menü besteht aus Salat (Sommer) oder Suppe (Winter) + Fleisch mit Beilage,
Gemüse + Süssspeise oder Käseauswahl. Die Getränke sind im Preis nicht inbegriffen.
Vegetarische Kost ist auf Vorbestellung möglich.
Betriebskonzept:
Die Sommersaison 2011 endet am 31.10.11
Im Winter (11.12.11- 11.05.12) verkehrt ein einziger Premium-Glacier-Express
zwischen St. Moritz / Chur und Zermatt, in der Winter-Hochsaison ein weiterer
zwischen Chur und Brig.
In der Sommersaison (12.05.-28.10.2012) verkehren insgesamt bis zu 4 Glacier-Express-Züge
je Richtung:
Bis zu 3 Premiumzüge zwischen St. Moritz und Zermatt (Mahlzeit am Platz)
Ein weiterer Premiumzug in der Sommerhochsaison (26.05.-23.09.12) zwischen Davos
und Zermatt (Mahlzeit im nostalgischen Speisewagen)
Im Detail:
Neues Wagenmaterial in den Premium-Glacier-Express-Zügen zwischen St. Moritz
und Zermatt:
Die zwischen St. Moritz / Davos / Chur und Zermatt verkehrenden Zügen bestehen
ausschließlich aus neuen Premium-Panoramawagen 1.Klasse und 2.Klasse. Der Mittagessen-Service
erfolgt bei den Zügen ab St. Moritz ausschließlich am Platz und muß bei Platzbuchung
im Glacier-Express gleich mitbestellt werden. Zwischen 1. und 2.Klasse ist ein
Service-Wagen eingereiht, in dem sich neben der Küche auch die Panorama-Bar befindet.
Der Zug ab/bis Davos führt einen Speisewagen mit, in dem in zwei aufeinanderfolgenden Serien
das Mittagessen serviert wird
In den Premium-Panoramawagen 1.Klasse sitzen Sie in 2er oder 4er Gruppen jeweils am Tisch. Die Wagen verfügen jeweils
über 36 Plätze.
Die Premium-Panoramawagen 2.Klasse bieten 48 Sitzplätze an in gegenüberliegenden 4er Gruppen, ebenfalls mit Tisch.
Unser Tipp!
Kombinieren Sie die Glacier-Express-Reise mit einer Fahrt im Bernina-Express.
Bernina- und Glacier-Express verkehren auf dem Streckenabschnitt Chur - St. Moritz
parallel. Den Bernina-Express erleben Sie im Rahmen eines Tagesausflugs ab Chur
bzw. St. Moritz oder auch ab/bis Davos. Sie benötigen also lediglich eine Zusatznacht
in Chur, St. Moritz oder Davos.
Teilstrecken des Glacier-Express:
Die Glacier-Express-Züge können nur eingeschränkt auf Teilstrecken benutzt werden.
Möglich (reservierbar) sind folgende Teilstrecken:
St. Moritz / Davos / Chur - Disentis oder umgekehrt
St.Moritz / Davos / Chur - Andermatt oder umgekehrt
St. Moritz / Davos / Chur - Brig oder Visp oder umgekehrt
Disentis - Brig, Visp oder Zermatt oder umgekehrt
Andermatt - Brig, Visp oder Zermatt oder umgekehrt
Eine Hin- und Rückfahrt als Eintagesfahrt ist fahrplantechnisch nur bedingt zwischen
St.Moritz und Disentis möglich.
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Zur Geschichte des Glacier-Express:
In den goldenen Zwanzigern – aufgrund von Erlebnisberichten begeisterter Alpinisten
– entdeckte schliesslich auch die reiselustige, gehobene Gesellschaft aller Herren
Länder den herben Charme der Schweizer Alpen; ehemals abgeschiedene Bergdörfer
wie Zermatt und St. Moritz verwandelten sich in mondäne Kurorte. Die Verantwortlichen
der drei Bahngesellschaften VZ (später BVZ), RhB und FOB nutzten das touristische
Potential der 1926 eröffneten durchgehenden Strecke Wallis-Graubünden denn auch
entsprechend – mit Erfolg:
Die ausschliesslich im Sommer eingesetzten Kurswagen Brig – Chur
und Brig – St. Moritz stiessen beim Reisepublikum auf rege Nachfrage.
Übrigens: Es sollte mehr als 50 Jahre dauern, bis die Züge über die unwegsame
Furka-Bergstrecke auch im Winter verkehren konnten.
Erste Fahrt am 22. Juni 1930, ein historisches Datum:
Nach Eröffnung der Verbindungslinie Visp-Brig fuhr der Glacier Express an diesem
Tag erstmals von Zermatt nach St. Moritz. Zur Verpflegung der Fahrgäste – man
reiste in gediegenen Salon- und umgebauten Personenwagen 1. bis 3. Klasse – standen
auf der Strecke St. Moritz-Disentis Speisewagen zur Verfügung. Während die VZ
und RhB bereits mit den modernsten Elektroloks jener Zeit – sogenannten Krokodilen
– ausgerüstet waren, hatte die noch nicht elektrifizierte FO-Bahn ihre Dampfloks
HG 3/4 im Einsatz, die 1947 nach Vietnam versandt und in den 90-er Jahren von
rührigen Förderern der Furka-Bergstrecke wieder in die Schweiz zurückgeholt werden
sollten, wo sie einen wahren Boom auslösten: Nostalgische Dampffahrten sind heute
populärer denn je!
Der langsamste Schnellzug der Welt
Anfang der 40er-Jahre war’s denn soweit: Auf dem FO-Netz wurde der elektrische
Betrieb aufgenommen, und am 1. September 1942 fand die offizielle Feier derdurchgehenden
Elektrifizierung Brig-Disentis statt. In den Wirren des 2. Weltkriegs wurde der
Express-Verkehr von 1943 an eingestellt, um 1948 leicht verändert wieder aufgenommen
zu werden – namentlich ohne elegante Salonwagen, aber mit Speisewagen bis Oberalppass.
Vom Fortschritt der Technik in den fünfziger und sechziger Jahren profitierte
auch der Glacier Express: Schnellere Triebfahrzeuge hatten – selbst für den «langsamsten
Schnellzug der Welt» – kürzere Fahrzeiten zur Folge, und komfortable Reisewagen
sowie die Weiterführung des Speisewagens bis Andermatt steigerten die Attraktivität
des Glacier Express unaufhaltsam.
Glacier Express ganzjährig
Am 1. Januar 1961 löste die FO die Verwaltungsgemeinschaft mit der BVZ (vormals
VZ) und wirkte fortan unter ihrer eigenen Bahndirektion in Brig. Kurios: Bis sage
und schreibe 1982 verkehrte der Glacier Express aufgrund der nichtwintersicher
ausgebauten Furka-Bergstrecke nur im Sommer. Nach dem Baubeginn des Furka-Basistunnels
zwischen Oberwald und Realp im Jahr 1973 konnte am 26. Juni 1982 schliesslich
der Fahrbetrieb durch den Tunnel aufgenommen werden: Der Glacier Express fährt
von nun ganzjährig!
Hochwertiges Tourismusprodukt
Der Glacier Express mauserte sich in den 80er- und 90er Jahren dank modernster
Technologien und gezielter Marketingmassnahmen zu einem unverwechselbaren Schweizer
Tourismusprodukt erster Güte: Die weltweite Nachfrage nach dem einzigartigen Schweizer
Alpenzug steigt stetig. Dazu beigetragen haben nicht nur massive Investitionen
in die Infrastruktur – z. B. zeitgemässes Wagenmaterial wie klimatisierte Panoramawagen
– sondern auch exquisite Dienstleistungen wie tadelloser Speiseservice, originelle
Spezialfahrten und eine breite Palette von auf dem internationalen Reisemarkt
angebotenen Pauschalen.
Am Puls der Zeit
Der Glacier Express ist sich all die Jahrehindurch treu geblieben: am Puls der
Zeit aus Tradition – denn nur das Beste ist für den Fahrgast gut genug. Eine Tradition,
die unter der Ägide der Rhätischen Bahn und der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB)
– FO und BVZ fusionierten am 1. Januar 2003 unter diesem klangvollen Namen – weiter
gepflegt und ausgebaut wird. Am 22. Juni 2010 feierte der Glacier Express denn
auch seinen 80. Geburtstag – und ist jünger, dynamischer, begehrter denn je.
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