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Bahnreisen Glacier Express
TIP DER WOCHE
Glacier Express und
Bernina - Pullman-Express
Glacier Express und 
Bernina - Pullman-Express
z.B. am 12.06., 30.06. oder 22.07.13 ab 1.249,- €

 


Pressetexte


Zarengold

City Reisebüro Udo Hell GmbH/08.03.2005

Eine Fahrt auf der Transsib ist Reisen pur und ungeheuer spannend.

Wir rollten im "Zarengold", einem unter KP-Chef Chruschtschow gebauten Prunkzug, von Moskau nach Irkutsk.

Sergej stiert ins Leere. Die Augen halb geschlossen. Schweiß rinnt ihm übers Gesicht. Die blonden Haarsträhnen kleben an seiner Stirn. Irgendwann macht die Hitze alle müde. Und mürbe. Man könnte immerzu schlafen und kann nicht einschlafen. Sommer in Sibirien. Vor ein paar Wochen noch war es so kalt, dass in den Häusern die Heizungen eingefroren waren, wenn es denn überhaupt welche gibt. So einen kalten Winter hatten sie lange nicht. Sergej bewacht einen Wagon voller Wasser. Mit einem Kollegen teilt er sich den Dienst und eine Pritsche. Einer schläft, der andere wacht. Vor ihnen nur noch die grüne Lokomotive mit dem roten Stern, hinter ihnen 17 Wagons.

Kreml-Boss Nikita Chruschtschow ließ den Zug bauen, um sich und seine Nachfolger hinter zugezogenen Plüschgardinen durchs Sowjetreich kutschieren zu lassen. Luxus auf sozialistisch: Prunk und Schnörkel aus Messing und Alu statt Gold und Silber. Es rattert, ruckelt, rappelt, rüttelt unaufhörlich. Der Passagier der Transsibirischen Eisenbahn schärft nach Tagen und Nächten auf dem Zug seine Wahrnehmung für alle Nuancen, in denen sich das endlose Rollen der Räder auf Körper, Gehör und schließlich das Gemüt überträgt. Es reicht von zarten Vibrationen im Hintern bis zu wüstem Wadenwackeln, vom melodiösen Singen des Silberlöffels im Teeglas hin zum massiven Aufmucken aller Dinge, die sich noch an den Tisch klammern oder schon nicht mehr auf dem Kleiderbügel hängen. Im schönsten Fall, um etwas vorzugreifen, bei milder Abendsonne und leichtem Nebel über der Taiga, zwischen Kilometer 2.711 und Kilometer 3.333, liefert das Rattern, Ruckeln, Rappeln, Rütteln den Rhythmus zum Epos von der "Transsibirischen Eisenbahn", der längsten Eisenbahnlinie der Welt: 9.288 Kilometer von Moskau bis Wladiwostok am Pazi

Fast schon mystisch ist die Faszination Sibiriens, weit gespannt sind die Gefühle - zwischen Vorstellungen von einer romantischen Landschaft am Baikalsee und den Erfahrungen der Großväter aus Kriegs- und Nachkriegsjahren. Viele Millionen Zuschauer verfolgten im ZDF das Leben der Familien Möchel aus Marktredwitz und Klapproth aus Stiege im selbst gewählten Exil, der Insel Olchon im Baikalsee.

Im 18. und 19. Jahrhundert zogen deutsche Auswanderer in ihrer Not in großen Gruppen nach Sibirien. In unseren Tagen locken außergewöhnliche Abenteuer und authentische Naturerfahrung in die sibirischen Weiten um das Naturwunder Baikalsee. Die Sehnsucht der Deutschen nach dem faszinierenden Land ist ungebrochen.

Wer einige Tage das einfache Leben auf der Baikalinsel Olchon in Augenschein nehmen möchte, hat dazu bei den angebotenen Sonderreisen Gelegenheit. Die kombinierten Reisen mit Flug, Schiff und dem legendären Sonderzug "Zarengold" entlang der Transsibirischen Eisenbahn bieten dazu die beste Gelegenheit.

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