kein Flash
Bahnreisen Glacier Express
TIP DER WOCHE
Glacier Express und
Bernina - Pullman-Express
Glacier Express und 
Bernina - Pullman-Express
z.B. am 12.06., 30.06. oder 22.07.13 ab 1.249,- €

 


Pressetexte


Furka Dampfbahn

Spiegel/30.6.2000/Daniela David

Die Furka-Bahn schnauft wieder durchs Wallis

Rund 20 Jahre lag die Furka-Bahn im Dornröschenschlaf. Doch jetzt soll die Strecke vorbei am Rhône-Gletscher wieder unter Dampf genommen werden - sehr zur Freude der Freunde nostalgischer Bahntouren.

Realp/Gletsch - Am 14. Juli sollen die ersten Nostalgiezüge den Furka-Pass überwinden. Eine historische Dampflokomotive wird die Waggons den steilen Schienenstrang hinaufziehen - immer fest im Blick: der Rhône-Gletscher.

Zu den Höhepunkten der 18 Kilometer langen Trasse zählt die Klappbrücke über den reißenden Steffen-Bach. Wenn im Winter Lawinengefahr droht, kann diese Stahlkonstruktion zusammengefaltet werden. Der Mechanismus gilt als weltweit einzigartig. Beim Ort Steintafel rollt die Bahn über ein altes, in sechs Bögen gemauertes Viadukt auf die andere Talseite. Keine Stunde dauert die Tour zur Kreuzungsstation Furka auf einer Höhe von 2160 Metern. Dort verschluckt der Berg die Schienen. Der Zug überquert im 1874 Meter langen Scheiteltunnel die Grenze zum Kanton Wallis.

Hinter dem Tunnel geht es schon wieder bergab. Ein Zahnstangengleis führt das Stahlross sicher hinunter. Bei der Station Muttbach können die Reisenden den Rhône-Gletscher, den fünftgrößten Gletscher der Schweiz, auch von innen sehen. Ins Eis wird jedes Jahr eine neue Grotte geschlagen. Am Ende des "Fußgängertunnels" wartet ein "Amigne", der weiße Gletscherwein, auf die Besucher.

Die Rechte an dieser touristischen Nutzung des Gletschers haben sich die Besitzer des historischen Hotels "Belvedere" gesichert. Das Haus am Furka-Pass wurde 1893 gebaut. Im "Belvedere" informiert zudem eine Ausstellung über die Dampfbahn.

Doris Schneider begrüßt dort die Besucher: "Die Schweiz ist ein richtiges Bahnland. Nur die Furka-Strecke fehlte uns noch", erzählt die Eisenbahn-begeisterte Mainzerin. Rund 800 "ehrenamtliche Teilzeitarbeiter" haben sich am Wiederaufbau der Strecke beteiligt und so die nostalgische Hochalpenbahn wieder ins Rollen gebracht.

In der Ausstellung illustrieren Fotografien die Geschichte der Furka-Bahn, die 1913 ihren Anfang nahm. Der Bau der Brücken, Viadukte und Tunnel war damals eine bahntechnische Pionierleistung. Wegen des Ersten Weltkriegs verzögerte sich die Eröffnung der Furka-Bergstrecke bis zum 14. Juli 1926.

Das Ende des Dampfzeitalters endete relativ früh: 1942 wurde die Strecke elektrifiziert. Die Schweizer Dampfrösser fanden in Vietnam eine neue Heimat - und wurden heute zum Teil wieder heim in die Schweiz geholt. Die nachfolgenden Elektrolokomotiven waren bis zum Jahr 1981 im Einsatz. Dann war der Basistunnel durch den Berg fertig. Der Furka-Pass hatte seine Bedeutung verloren.

Da die Bergstrecke viel zu umständlich und zeitaufwendig geworden war, wurde sie stillgelegt - zum Leidwesen vieler Eisenbahn-Liebhaber. Diese sehnten sich nach den Dampfwolken und dem Stampfen der Antriebsräder. So gründeten sie kurz darauf einen Verein zur Rettung der Furka-Bergstrecke und bald auch eine Aktiengesellschaft. Inzwischen hat die AG ein Kapital von rund 14 Millionen Mark zusammengebracht und in Strecke und Züge investiert.

Daniela David

zurück

Ihre Buchungsanfrage ist bis zu Ihrer Unterschrift unter dem Reisevertrag unverbindlich

Bahnforum © by bahnurlaub.de